Zinsen überprüfen – Geld sparen

Wer bei seiner Bank eine Vereinbarung hat, die eine Überziehung des Kontos ermöglicht, der sollte diesen Artikel bis zum Ende lesen. Denn bei den sogenannten Kontokorrentkrediten werden in der Regel variable Zinsen vereinbart. Das bedeutet, dass sich die Zinsen an den Markt anpassen und der Kunde somit einen veränderlichen Zinssatz zu zahlen hat. Unabhängig davon, ob Sie Ihr Konto bei einer Bank, Volksbank oder Sparkasse haben, gibt es eine regelmäßige Zinsanpassung, da sich der Markt (Referenzzins) ständig ändert. Variable Zinsen sollen sowohl den Kunden als auch das Kreditinstitut davor schützen, dass zu viel Geld gezahlt bzw. zu wenig Geld verdient wird. Bis hierhin also eine faire Sache. Aber nicht jedes Kreditinstitut hält sich an diese Vereinbarung. Steigt der Zins, wird der Zins zeitnah angepasst und der Kunde zahlt mehr. Fällt der Zins dagegen, wird die Veränderung ignoriert und der Kunde zahlt weiterhin hohe Zinsen. Seit 1988 ist es jedoch ständige Rechtsprechung der oberen Gerichte, dass Zinsen zeitnah und im gleichen Abstand zu einem Referenzzins angepasst werden müssen. Unsere Zinsprüfer haben festgestellt, dass Banken, Sparkassen oder Volksbanken dieses Wissen immer wieder ausblenden und die Zinsveränderungen über lange Zeiträume weder als Zinssenkung noch als Zinserhöhung vollständig an den Kunden weiter gegeben werden. Auf diese Weise entstehen schnell wirtschaftliche Schieflagen, denn es werden dem Kunden monatlich Gelder entzogen, die nicht mehr zur Tilgung des Überziehungsbetrages auf dem Konto dienen können. Obwohl die Presse schon häufiger darüber berichtet hat, ist der Weg der Zinsprüfung nur wenigen Menschen bekannt. Kreditsachverständige und Kontenprüfer können Ihr Konto mit Hilfe moderner Technik überprüfen und in diesem Zusammenhang den entstandenen Schaden berechnen. Interessierte können sich auch an advoconto wenden oder vorab das Buch von Olaf Kumpfert mit dem Titel „Zinsklau – Wie Banken uns ausrauben“ lesen.