Die Kontenprüfung deckt Wertstellungsfehler auf

Mit der Wertstellung wird eine Buchung, ob Gutschrift oder Belastung, zinswirksam. Durch Fehler bei der Wertstellung entstehen dem Bankkunden Zinsverluste. Eine Kontenprüfung deckt die Differenz zwischen Buchungstag und Wertstellungstag auf und dokumentiert sie. Diese Wertstellungsverluste sind unberechtigt und können von der Bank herausverlangt werden. Auf jeden Fall kann der Kunde eine korrekte Neuberechnung von der Bank verlangen.

Die Wertstellung muss taggenau erfolgen. Buchung und Wertstellung am selben Tag betreffen nicht nur Bareinzahlungen, sondern auch Lastschriftverbuchungen, sofern es sich um Vorgänge bei demselben Institut handelt. Bei Schecks zur Gutschrift beträgt die erlaubte Frist zwischen Buchung und Wertstellung drei Bankarbeitstage, es sei denn, der Scheck wird bei demselben Institut gezogen. Dann bleibt es bei einem Tag. Erfolgt die Scheckzahlung von einer Bank im Ausland, verlängert sich die Bearbeitungsfrist auf fünf Tage, wobei als Bankarbeitstage die regulären Wochenarbeitstage gezählt werden.

Diese Bestimmungen sind nicht in das Belieben der Bank gestellt. Es handelt sich um eine Verpflichtung der Banken, die in der Regel auch durch eine höchstrichterliche Rechtsprechung abgesichert ist.